Imshäuser Gespräch zum Lernen aus der Geschichte
Mit Erinnerung gegen Menschenverachtung
Dort graben wo man steht, dann erreicht man die Menschen nicht nur mit Worten, sondern auch auf der emotionalen Ebene. Das ist das wesentliche Fazit, das Rüdiger Bender aus Erfurt beim Imshäuser Gespräch aus seinen Erfahrungen mit politischer Arbeit und Erinnerungsarbeit zog. In seinem Impulsvortrag schöpfte Bender aus den Erfahrungen, die er in seiner Arbeit am Erinnerungsort Topf und Söhne in Erfurt gesammelt hat. Am Ort der Fabrikanlagen, in denen Ingenieure während des Dritten Reiches die Leichenverbrennungsöfen und Lüftungssysteme der Gaskammern der Vernichtungslager entwarfen und weiter entwickelten, befindet sich heute ein Erinnerungsort mit Ausstellung und Möglichkeiten für Bildungsarbeit, der vor allem durch den Förderkreis initiiert wurde, dessen Vorsitzender Rüdiger Bender ist.
27. April 2012 
Imshäuser Gespräch mit Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Weniger muss mehr werden
Einen Appell für mehr Selbstbewusstsein und Genügsamkeit stellte Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker an das Ende seines Vortrages beim Imshäuser Gespräch zum Thema „Energiewende“. Weizsäcker forderte dazu auf, die bereits jetzt vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, um die immense Vergeudung von Energie zu stoppen und damit die vorhandenen Resourcen effektiver zu nutzen.
09. März 2012 
Imshäuser Gespräch mit der islamischen Theologin Hamideh Mohagheghi
Gegenseitiger Respekt als Schlüssel zum Verständnis
„Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht.“ Dieser Satz aus dem Koran, den die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi in ihrem Vortrag beim Imshäuser Gespräch zitierte, macht deutlich, dass die monotheistischen Religionen auch aus Sicht des Koran mehr Gemeinsamkeiten haben, als oft angenommen wird. Daher sei es ihr besonders wichtig, Religionen als Einladung statt als Anlass zur Konfrontation zu sehen. Gemeinsam, so führte Mohagheghi in ihrem sehr differenzierten Vortrag aus, sei den Religionen allerdings auch ihr Wahrheitsanspruch. Dieser verleite manche religiöse Führer dazu, Aussagen von Religionen dafür zu missbrauchen, Gläubige gegen Anders- oder Nicht-Gläubige aufzuhetzen um eigene Machtansprüche durchzusetzen und zu stabilisieren.
17. Februar 2012 
Imshäuser Gespräch zum Thema Erinnerungskultur betont Bedeutung des Dialogs
Der Krieg prägt auch die Enkel
Fast 80 Jahre ist es nun her, dass mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler die nationalsozialistische Diktatur begann. Unmittelbare Zeitzeugen gibt es inzwischen kaum noch, viele der Nachgeborenen fordern schon seit langem, dass endlich der sprichwörtliche gewordene „Schlussstrich“ gezogen werden möge. Doch es scheint, dass trotz aller Versuche der Aufarbeitung und auch des Verdrängens die Schrecken und Traumata von Krieg und Vernichtung auch bei den nachgeborenen Generationen deutliche Spuren hinterlassen. Das wurde auch in dem Vortrag deutlich, mit dem der Arzt und Psychotherapeut Dr. Reinhard von Trott zu Solz das Imshäuser Gespräch zum Thema Erinnerungskultur eröffnete.
03. Februar 2012 
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