Freitag, 18. Mai 2012

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ab November 2008: Schülerwettbewerb

"Als wenn er einer meiner Vorfahren wäre... - Spurensucher unterwegs"

Liebe Schülerinnen und Schüler,

ihr geht auf die Adam-von-Trott-, die Reichwein- oder die Geschwister-Scholl-Schule? Ihr wohnt in der Stauffenberg-, Goerdeler-, Moltke- oder Yorckstraße? Und Ihr habt Euch schon öfter gefragt, was hinter diesen Namen steckt? Dann seid Ihr bei uns genau richtig!

"Ich will ein Bildner, nicht ein Diener von Meinungen sein" - diesen Satz schrieb Adam von Trott zu Solz 1931 in sein Notizbuch. Er war damals gerade 22 Jahre alt. Mit Sätzen wie diesem stellte er sich deutlich dem „Mainstream“ in seinem Heimatland entgegen, der nur zwei Jahre später dazu führte, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland Adolf Hitler und seiner nationalsozialistischen Partei zujubelten. Was war es, das den jungen Mann, der im hessischen Imshausen aufgewachsen war, dazu bewegte, sich gegen den herrschenden Zeitgeist zu stellen?

Für die meisten von Euch ist der Nationalsozialismus wahrscheinlich Teil einer weit entfernten geschichtlichen Epoche. Aber so weit entfernt, wie manchmal empfunden, ist dieser Teil unserer Geschichte nicht: Es war die Generation Eurer Urgroßeltern, die sich entscheiden musste, ob sie dem Diktator zujubeln oder ob sie sich möglicherweise unter Gefahr für Leib und Leben gegen die Nationalsozialisten stellen wollte.

Widerstand – Heldentat oder Selbstverständlichkeit?

Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime und „Heldentum“ - oft werden diese Begriffe gleichgesetzt. Heute werden Schulen nach Stauffenberg, den Geschwistern Scholl und nach Adam von Trott zu Solz benannt. Aber waren Widerstandskämpfer tatsächlich „Helden“ und wer oder was steckt hinter den Namensgebern für Schulen oder Straßen? Eine andere spannende Frage ist, wie Aktionen wie das Attentat vom 20. Juli 1944 oder die Verurteilung der Geschwister Scholl damals von der deutschen Bevölkerung aufgenommen wurden. Wie war das Echo in den Zeitungen und wie stellt sich das damalige Geschehen in der Erinnerung von Zeitzeugen heute dar? Wie wurde der Widerstand nach dem Krieg beurteilt und wie hat sich diese Einschätzung bis heute verändert? Welche Rolle haben überlebende Widerstandskämpfer im Nachkriegsdeutschland gespielt?

Mitmachen

Wir laden Euch ein, aus Anlass des 100. Geburtstages des Diplomaten Adam von Trott zu Solz zu untersuchen, wer und was hinter dem Widerstand steckte und welche Spuren er hinterlassen hat.

Ihr könnt Euch beispielsweise in Form von Aufsätzen, Zeitzeugeninterviews, Filmen, Bildern oder literarischen Texten mit Adam von Trott oder anderen Personen des Widerstandes zu beschäftigen. Macht Euch auf - begebt Euch auf die Spuren der Geschichte in Eurer Umgebung!

Den besten Spurensuchern unter Euch winken attraktive Preise: Ein Aufenthalt mit Eurer Klasse oder Eurem Kurs in Adam von Trotts Elternhaus in Imshausen, das heute ein Tagungs- und Begegnungshaus ist und andere attraktive Preise, die in einer feierlichen Preisverleihung in Imshausen übergeben werden. Die besten Beiträge werden nach dem Wettbewerb ausgestellt und veröffentlicht.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge. Mitmachen ist ganz einfach: Schickt Eure Arbeiten bis zum 20. Juli 2009 an die

Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.

z.Hd. Geschäftsführerin Ute Janßen

Im Trottenpark
36179 Bebra-Imshausen

Telefon 06622 / 42440
Telefax 06622 / 430419

kontakt@stiftung-adam-von-trott.de

Unterlagen zum Schülerwettbewerb PDF


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