Samstag, 04. Februar 2012
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Stiftung Adam von Trott prämierte Schülerbeiträge aus Bad Hersfeld und Sontra

Gesicht für die Geschichte

Von Stefan Düsterhöft

Ein Auto fährt durch die Natur, vorbei an Bäumen und Feldern. Von draußen fällt Regen gegen die Fensterscheiben, im Hintergrund spielt Musik. Dann hält der Wagen an. Eine junge Frau steigt aus, geht einige Schritte, bis sie schließlich am Grab von Adam von Trott zu Solz ankommt - und die Sonne vom Himmel scheint: So beginnt der Film, mit dem eine Schülergruppe der Bad Hersfelder Modellschule Obersberg den ersten Preis in der Kategorie Video beim Schülerwettbewerb der Imshäuser Stiftung Adam von Trott gewonnen hat.

Gruppenbild mit Preisträgern.

In ihrem Film gingen die Schüler auf Spurensuche und erzählten die Geschichte von Adam von Trott zu Solz. Ein weiterer Preis wurde für einen Textbeitrag vergeben: Er ging an Schüler der Adam-von-Trott-Schule in Sontra. In ihrem Text hatten sie ebenfalls über den Diplomaten und Widerstandskämpfer berichtet. Die Gewinnergruppen wurden mit Reisen nach Berlin und Wiesbaden prämiert.

Unter dem Motto „Als wenn er einer meiner Vorfahren wäre“ hatte die Stiftung anlässlich des 100. Geburtstags von Adam von Trott zu Solz den Wettbewerb ausgeschrieben. „Insgesamt wurden vier sehr gute Beiträge eingereicht“, sagte Dr. Reinhard Höppner, erster Vorsitzender der Stiftung.

„Alle waren unvergleichbar gut“, ergänzte Lothar Quanz, Vizepräsident des Hessischen Landtags. Er bildete zusammen mit Höppner, Verena Onken von Trott, Dr. Gudrun Neebe und dem Bundestagsabgeordneten Michael Roth die Jury des Wettbewerbs und war vom Engagement der Wettbewerbsteilnehmer begeistert: „Da ist wirklich sehr viel Kreativität eingeflossen“, sagte er.

„Es ist toll, dass Ihr so viel Zeit in Eure Wettbewerbsbeiträge investiert habt“, sagte Michael Roth zu den Teilnehmern. Man müsse der Geschichte Gesichter geben, damit sie nicht in Vergessenheit gerate. Dies sei den Schülern gelungen.

„Wir fanden das Thema Widerstand gut und weil Adam von Trott zu Solz hier aus der Nähe kam, haben wir uns entschieden, einen Film über ihn zu drehen“, sagte Anna-Lena Möckl, Schülerin der Modellschule Obersberg. Drei Tage lang hatte sie zusammen mit ihren Mitschülern aus dem Kunst-Leistungskurs in Imshausen gedreht und recherchiert. „Hinterher haben wir noch mehrere Tage lang den Film geschnitten, meist bis in die Nacht hinein“, erzählte Anna-Lena Möckl.

Auch hinter den Schülern, deren Textbeitrag prämiert wurde, liegt jede Menge Arbeit: „Wir haben etwa ein halbes Jahr dafür gebraucht“, sagte Arian Nadym, der mit sieben Mitschülern der Sontraer Adam-von-Trott-Schule den Gewinnerbeitrag geschrieben hatte. Beim Schreiben habe er viel gelernt: „Adam von Trott war wirklich eine beeindruckende Persönlichkeit“, sagte er.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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