Der Erfolg der Frauen
Über den Protest 1943 in der Berliner Rosenstraße sprach Dr. Antonia Leugers
Die Rosenstraße in Berlin Anfang März 1943: Eine Woche lang protestieren vor allem Frauen gewaltlos dagegen, dass ihre Männer und Kinder in einem Verwaltungsgebäude festgehalten werden. Die Frauen fürchten, dass ihre Angehörigen deportiert werden. Sie leben in so genannten Mischehen, das heißt, ihre Männer sind Juden. Der Protest hat Erfolg. Nach einer Woche werden die Festgehaltenen freigelassen.
So wurden die Ereignisse in dem Film „Rosenstraße” von Magarethe von Trotta dargestellt. Und so interpretiert sie auch Dr. Antonia Leugers, die am Freitagabend in Imshausen zu Gast war.

Der erweiterte Blick | Berichte zum Imshäuser Studientag
Reinhard Höppner beleuchtete den deutschen Einigungsprozess
Reinhard Höppner ist gelernter Mathematiker. Das merkt man seinem Vortrag durchaus an. Da gibt es die Ordnungspunkte 1., 2., 3., gefolgt von den Unterpunkten 1., 2., 3., verschachtelt mit den Unter-Unterpunkten 1., 2., 3. - und spätestens jetzt kann kein anderer mehr der Gliederung folgen. Das ist aber nicht so wichtig. Schließlich ist Dr. Reinhard Höppner viel mehr als Mathematiker. Der Sozialdemokrat war Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, er war und ist ein Kirchenmann mit wichtigen Positionen, und nicht zuletzt ist er Vorsitzender des Fördervereins Herrenhaus Imshausen.

Schwieriges Miteinander
Imshäuser Gespräch zum Zusammenleben von Christen und Muslimen
Das Zusammenleben von Christen und Muslimen in Deutschland ist heute spannungsvoller und kritischer als noch in den 80er und 90er Jahren. Die Aufgabe, den gesellschaftlichen Frieden zu wahren und zu festigen, sei schwieriger geworden.

Theaterstücke mehr als Steinbrüche
61. Todestag von Adam von Trott zu Solz - Schillers Wallenstein Thema in Imshausen
Als Abiturient hatte er "Wallenstein" im Theater gesehen und vor der Hinrichtung gehörte "Maria Stuart" zu seiner Lektüre. "Adam von Trott zu Solz hat seinen Schiller gelesen", sagte Dr. Benigna von Krusenstjern, Vorstandsmitglied der Imshäuser Stiftung am Freitag, dem 61. Todestag des Widerstandskämpfers. Mit "Wallenstein", dem großen Werk des deutschen Dichters, wolle man an das vielfältige Interessensspektrum und die "geistige Weite und Tiefe" von Adam von Trott zu Solz erinnern, machte die Historikerin den 50 Besuchern deutlich.

Ein Gesicht, das alles erzählt
Monica Bleibtreu war in Imshausen "Rose"
Es genügt, in Monica Bleibtreus Gesicht zu sehen. Dieses Gesicht, das so eigenartig schön ist. Es kann Dinge erzählen, für die Worte nicht ausreichen. Am Mittwochabend in Imshausen gab es viele Momente, wo das nötig war. "Rose" heißt das Stück von Martin Sherman, mit dem Monica Bleibtreu zu Gast war.

Abrechnung mit den Tätern
Schenklengsfelder Publizist Dieter Schenk sprach am Imshäuser Kreuz
Eine Vielzahl von persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse nutzte Dieter Schenk als roten Faden für seine Gedenkrede am Imshäuser Kreuz. Mehrere hundert Besucher waren zu Ehren von Adam Trott, einer der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944, bei der Feier dabei.

Reformen für Menschen, nicht für Märkte!
Der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach in Imshausen
Schlechte Zeiten für Gerechtigkeit? Die Reformvorhaben der „Agenda 2010“
reformieren den Sozialstaat, aber so, dass die einen die Gewinne
einstreichen und die anderen die Risiken tragen. Ist vielleicht die
Rückkehr der Gerechtigkeitsfrage in die Gesellschaft gerade deshalb zu
erwarten, weil nicht das im Reformpaket steckt, was außen drauf steht?
So die Ausgangsthese beim letzten Imshäuser Gespräch vor der
Sommerpause. Es wurde ein langer und spannender Abend.

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