Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Freitag, 25. Januar 2019, 19.00 Uhr

Verantwortung – Erinnerung – Begegnung – Versöhnung

Möglichkeiten des Erinnerns

Imshäuser Gespräch mit
Matteo Schürenberg
Leiter Referat Erinnerungskultur und Netzwerkarbeit, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (Berlin)
Visser't Hooft-Haus im Trottenpark Imshausen

Mit dem Stichwort Erinnerungskultur wird häufig ein ritualisiertes, als erstarrt und unlebendig wahrgenommenes Gedenken assoziiert. Dennoch besteht in weiten Teilen der Bevölkerung ein Konsens darüber, dass es auch und gerade heute notwendig ist, an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern. Vor Ort engagieren sich zahlreiche Menschen an Gedenkinitiativen, historische Ausstellungen sind stark besucht. Insbesondere das Interesse an persönlichen Schicksalen mit einem Bezug zur eigenen Lebenswelt nimmt zu.

Welche Möglichkeiten gibt es, gerade junge Menschen – auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte – beispielsweise mithilfe von Freiwilligendiensten für ein Engagement für Frieden und Versöhnung zu begeistern und Erinnerungsarbeit zu wirklicher Bildungsarbeit zu entwickeln?

Die Fragen, die der Nationalsozialismus aufwirft, rütteln an den Grundfesten menschlicher Zivilisation: Wie konnte es zur Verfolgung, Ausbeutung und Ermordung von Millionen Menschen kommen? Weshalb haben sich nur so wenige der Judenvernichtung in den Weg gestellt und so viele weggeschaut oder sich bereichert? Und natürlich geht es auch um die Frage: Was hat das alles mit uns zu tun, welchen Einfluss hat die NS-Geschichte auf die Nachgeborenen und die heutige Gesellschaft?

Zur Person

Matteo Schürenberg studierte Politikwissenschaften in Freiburg i. Br. und Berlin. Von 2004 bis 2005 arbeitete er als Zivildienstleistender mit der Aktion Sühnezeichen für Holocaust-Überlebende in Brüssel. Von 2012 bis 2017 gehörte er dem Vorstand von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. an, nach fünfjähriger Arbeit für einen Bundestagsabgeordneten ist er seit 2018 Leiter des Referats Erinnnerungskultur und Netzwerkarbeit beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und beschäftigt sich konzeptionell aber auch ganz praktisch mit Gedenk- und Vermittlungsfragen.

Wir laden Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.


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Imshäuser Gespräche

'Imshäuser Gespräche' sind eine öffentliche Veranstaltungsreihe der Stiftung, bei der in etwa monatlicher Folge aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Ökumene in einer Abendveranstaltung erörtert werden.
Dazu lädt die Stiftung kompetente Personen als Referentinnen/ Referenten ein. Einem einführenden Vortrag folgt jeweils eine ausführliche Aussprache.
Innerhalb kurzer Zeit haben sich die 'Imshäuser Gespräche' zu einem beachteten und anerkannten Forum der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung in der Region Nordosthessens entwickelt.