Stiftung Adam von Trott | Imshausen e.V.
 


Tourismusregion Mittleres Fuldatal und Stiftung Adam von Trott wollen jetzt zusammenarbeiten

Die Geschichte hautnah erleben

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Der Tourismus in der „Erlebnisregion Mittleres Fuldatal“ wird um ein weiteres ungewöhnliches Angebot reicher: Übernachtungsgäste sind schon lange willkommen im Herrensitz der Adam von Trott Stiftung in Imshausen. Doch das ist wenig bekannt. Nun will die neue kaufmännische Geschäftsführerin Sarah Reinke mit dem Tourismusservice Mittleres Fuldatal und Nancy Konradt zusammenarbeiten. Im idyllisch in Imshausen gelegenen Herrenhaus und dem Visser ‘t Hooft Haus finden kultur- und geschichtsinteressierte Gäste, vor allem Gruppen, Räumlichkeiten vor, die den Geist der Geschichte und Adam von Trotts atmen.

Die Stiftung verfolgt mit der Zusammenarbeit zwei Ziele. Einmal möchte man das Haus als Tagungsstätte, für Gruppen, Hochzeiten, Familienfeiern und Übernachtungsgäste bekannter machen, um die Einnahmen zu erhöhen und die Anlage samt Park erhalten zu können. Auf der anderen Seite, so erklärt Reinke, soll das Vermächtnis von Adam von Trott bekannter gemacht und mithilfe der Erlebnisregion besser vernetzt werden.

Haben viele Ideen, um Kulturinteressierte für den historischen Ort zu gewinnen: Sarah Reinke von der Stiftung Adam von Trott und Nancy Konradt von der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal (rechts).

Konradt ist hoch erfreut, ein weiteres zu den bis 118 Mitgliedern und vor allem einen historischen Schatz gewonnen zu haben. Die touristische Zielgruppe der Erlebnisregion seien die Kulturinteressierten und Genießer ab 50 Jahren. Im Kulturbereich habe man jederzeit noch Bedarf, sagt Konradt. Zu den touristischen Zielen Kloster Haydau, Rotenburg mit der Mikwe und der sehenswerten Barockkirche in Ronshausen könne man nun auch den ehemaligen Sitz der Familie von Trott zu Solz vorweisen.

Die Geschäftsführerin der Erlebnisregion plant für das nächste Jahr die intensive Vermarktung der Kultur im mittleren Fuldatal. Schon heute ist das Anwesen der Stiftung in Imshausen einen Besuch wert. Es kommen Tagungsgäste zum Beispiel von der Göttinger Uni, Konfirmandengruppen und andere mehr. Auch Trauungen fanden hier schon statt.

Über 40 Betten stehen zur Verfügung. Auch Familien sind willkommen. Für Kinder gibt es zum Beispiel eine Schlossrallye, Bilder zum Ausmalen und der neue Wanderweg Quincunx führt direkt an dem Anwesen vorbei. Man könne hier die Ruhe, die Schönheit des Parks und der Landschaft genießen, erklärt Reinke, all dies verknüpft mit dem Erbe von Adam von Trott, dem Widerstandskämpfer, der nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler hingerichtet worden ist.

Hier könne man Adam von Trott begegnen, sagt Reinke. Ein Film über ihn und eine Bibliothek stehen zur Verfügung. Die im nächsten Jahr beginnenden Bauarbeiten werden die Gäste nicht beeinträchtigen, verspricht Reinke. So soll hinter dem Westfügel ein gläserner Tagungssaal angebaut, Zimmer mit Bädern ausgestattet und ein Parkplatz angelegt werden. Eine Ausstellung über Adam von Trott soll ihren Platz im Erdgeschoss des Herrenhauses erhalten. Zurzeit läuft die Ausschreibung – ein Kurator wird gesucht. Auch ein Kaffeebetrieb am Wochenende und ein Lädchen sind geplant.

Dieser Artikel ist erschienen in der HNA Rotenburg | www.hna.de


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Montag, 06. November 2017, 19 Uhr | Trott Lecture
Eine europäische Aufgabe
Vorlesung von
Marianne Birthler
Ehem. Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik


Dienstag, 14. Novermber 2017, 19 Uhr | Imshäuser Gespräch
Nach der Bundestagswahl diskutieren wir über Hintergründe, neue Herausforderungen und Aufgaben
Gespräch und Diskussion mit
Dr. Monika Hölscher, Hessische Landeszentrale für politische Bildung (Wiesbaden)
Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau und Sprecher der Hessischen Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten (Guxhagen)
Ludger Arnold, Pädagogischer Leiter der Adam-von-Trott-Schule Sontra
Visser ’t Hooft-Haus im Trottenpark, Imshausen